Rundgang
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Der historische Ortskern
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Die Gemeinde Eversberg ist in der Arbeitsgemeinschaft der historischen Ortskerne vertreten. Unter der Schirmherrschaft des Landes Nordrhein-Westfalen mit dem Ministerium für Bauen und Verkehr haben sich diese Städte selbst auferlegten Verpflichtungen unterworfen, ihr kulturelles Erbe sorgsam zu erhalten und behutsam zu entwickeln.
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Zur Geschichte: Auf einem bewaldeten Bergkegel seines Jagdgebietes gründete Graf Gottfried III. von Arnsberg im Jahr 1242 Burg und Stadt Eversberg und verlieh ihr in der Gründungsurkunde die Stadtrechte nach dem Vorbild Lippstadts. Durch starke Festungsstädte wie Eversberg versuchten die Grafen von Arnsberg, ihr Territorium gegen den Erzbischof von Köln zu stärken, dessen Besitzungen die Grafschaft umgaben. Ursprünglich war die Stadt von einer bewehrten Ringmauer umgeben, die auch die Burg mit einschloss. Die Befestigung wurde 1471 erneuert, verfiel aber bereits im folgenden Jahrhundert. |
Wie die Burg genau ausgesehen hat, ist nicht völlig geklärt. Als der flämische Maler Renier Roidkin 1730 Eversberg und die Burgruine skizzierte, zeichnete er neben dem Bergfried einen zweiten hohen Turm.
Heute sind nur noch die Ruine des Bergfrieds, daran anschließende Grundmauern und ein Turmstumpf der ehemaligen Burgmauer erhalten.
In den letzten Jahren wurde die Burgruine zum Aussichtsturm ausgebaut.
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Angelehnt an das lippische Straßenschema, wurde die Stadt nach einem Plan angelegt, der noch heute gut aus dem Grundriss zu erkennen ist: Alle Straßen führten zum Marktplatz unterhalb der Burg. Dort stand das Rathaus. Das heutige Gebäude wurde im Jahr 1750 als Fachwerkbau auf einem massiven Untergeschoss mit gotischen Fenstern errichtet. Die 1929 angebaute Freitreppe fügt sich gut in das Erscheinungsbild des Gebäudes ein. (Ein Klick auf den Plan vergrößert die Ansicht.) |
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Den 30jährigen (1618 - 1648) und den 7jährigen Krieg (1756 - 1763) überstand Eversberg nur mit starken Blessuren. Durchziehende Truppen plünderten und brandschatzten die Stadt mehrere Male. Mit dem Herzogtum Westfalen fiel Eversberg durch die Säkularisation für kurze Zeit an das Großherzogtum Hessen (Reichsdeputationshauptschluss 1803). Auf dem Wiener Kongress wurde Westfalen und damit auch das Sauerland Preußen zugesprochen.
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Die Wirtschafts- und Sozialstruktur Eversbergs war von der Landwirtschaft geprägt.
Im Vordergrund standen Viehwirtschaft und Kartoffelanbau. Daneben erlangten auch die Branntweinbrennerei und die Bierbrauerei eine gewisse Bedeutung.
Immerhin gab es bis zu 7 Brauereien in Eversberg.
Die Flachsernte und die anfallende Schafswolle wurden in Heimarbeit verarbeitet. Mit der Entstehung von Tuchfabriken Mitte des 19. Jahrhunderts ging die Hausindustrie zurück. Bei einem Rundgang durch unser Heimatmuseum begegnet man einer Fülle von Gegenständen, wie z. B. diesem alten Uhrwerk, die zu diesen Zeiten noch im Gebrauch waren.
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Von den Zerstörungen des 2. Weltkrieges weitgehend verschont geblieben, hat sich der Ortskern seinen historischen Grundriss und das überwiegend geschlossene Ortsbild bewahrt.
Er umfasst
- den grünen Ortsrand mit dem Waldgebiet rund um die Burgruine, den Wiesen und Gärten unterhalb der "Stadtmauer" sowie den Gärten nordwestlich der "Baumhofstraße" und des "Neuen Weges",
- das sich am lippischen Schema orientierende Straßensystem. Die wichtigsten Straßen mit einer zentralen "Mittelstraße" verlaufen parallel in Nord-Süd-Richtung und treffen sich am Marktplatz. Sie sind miteinander durch kleine Quergassen verbunden, die kurze Wege innerhalb des Ortes, aber auch in die Landschaft ermöglichen,
- die bebaute Fläche des Ortskernes, die noch weitgehend mit dem Urkataster von 1826 übereinstimmt.
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Die Besucher von Eversberg finden im historischen Ortskern schnell den ursprünglichen Grundriss der Stadt wieder. Teile der alten Stadtmauer sind heute noch erhalten, Sie finden sie im Burghagenweg. Auch die Straßenbezeichnung "Zur Stadtmauer" weist auf diese historischen Zeugen hin.
Das engagierte Bemühen der Bürger hat früh zum Erhalt der historischen Bausubstanz geführt. Ein weiteres sichtbares Zeichen ist die Goldplakette "Unser Dorf soll schöner werden" aus dem Jahr 1981. Die Besucher, die in Eversberg waren, kommen gern zu uns zurück. Vielleicht um die romantische Fachwerkidylle zu genießen oder um einfach in der reizvollen Natur zu entspannen. |
Denkmalbereichsatzung der Stadt Meschede
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